ich bin abewesend. körperlich da , doch meine seele ist irgendwo anders. schwirrt irgendwo rum , aber ist nicht in mir drinne. ich sitze gedankenverloren am tisch und schaue auf die karten. aber meine gedanken sind ganz fern. sind in einer anderen welt, in einer traumwelt. sie schwebt von ohrt zu ort. immer weiter hinein in den wald, immer weiter ins leere. schwebt immer weiter weg von mir. ich will nach ihr greifen , will sie fassen , doch ich schaffe es nicht. sie ist zu schnell, will fern von mir. will nicht bei mir bleiben. lässt mich alleine.
was war das nur für ein weihnachten. ich kann es nicht so wirklich einordnen. aber es tendiert eher zum negativen. es hat mich kaffe und kuchen bei oma und opa begonnen , lecker kuchen und so aber nur streit mit meiner mutter gehabt. wie immer. immer dieser scheiß streit mit ihr , tut ihr nicht gut und mir auch nciht , dennoch streiten wir uns.
Danach dann Bescherung und so , war ganz schön. zum glück kein streit , aber dennoch keine weihnachtsstimmung meiner seits. irgendwie ist den ganzen tag keine weihnachtsstimmung aufgekommen, obwohl ich relativ gute geschenke bekommen habe, auch wenn es nicht der Sinn des weihnachtsfestes ist . ich habe eine konzertkarte,drei taschen,4 bücher, 2 H&M- gutscheine,ein sparschwein,geld,einen kalender und eine musical karte bekommen,aber dennoch es wa einfach stumpf geschenke verteilen,auspacken,bedanken,bilder machen , bis keine geschenke mehr unterm baum waren.
danach gegessen und geredet. irgendwie kamen wir auf geschichten über selbstmord, keine ahnung mehr wieso, aber irgendwie hat meine oma dann von einem freund erzählt der sich umgebracht hat und mein vater dann auch von einem arbeitskollegen. selbst jetzt wird mein atmen schwer und flacht sich ab und die tränen steigen in meine augen. es war als würde sich meine lugen zusammenziehen. als würde ich keine luft mehr bekommen . ich brach zusammen, fing an zu weinen und ran in mein Zimmer. zuerst wusste niemand was los ist . meine mutter kam mir hinterher und wusste was los war. es ging um meine oma, sie hat sich vor 11 jahren ertränkt, dazu gibt es auch einen post. ich hab das thema noch nie verkraftet, wirklich noch nie, obwohl ich eigentlich alt genug bin um damit umzugehen.aber irgendwie will meine seele es nicht verarbeiten. ich kann auch über das thema nicht sprechen ohne zu weinen und mit meinen eltern kann ich dadrüber auch nicht sprechen, dazu habe ich ein zu schlechtes verhältnis zu denen.ich habe schon so oft mit meinen freundinnen dadrüber geredet und musste immer weinen , ich habe ihnen alles erzählt was mich an der sache bedrückt, doch nie konnte ich lernen damit umzugehen, es irgendwie zu verarbeiten. jedes mal wenn das thema selbstmord auftaucht brech ich zusammen und alles endet in einem endlosen heulkrampf in dem sich meine seele verabschiedet und ich nur noch mit einem leeren blick durch die gegend kaufe. ich habe auch schon mehrmals überlegt zum psychiater zu gehen und mit ihm über alles zu reden und zu lernen damit umzugehen , aber ich trau mich irgendwie nicht.
aufjedenfall kam meine mama dann an und hat mich getröstet. danach sind wir zurück gegangen und haben karten gespielt , doch ich war wie schon erwähnt nicht bei mir. und nun bin ich hier und hoffe ihr hattet ein schönes Weihnachtsfest.
und eben habe ich es schon wieder bewiesen. ich bin ein scheiß mensch. ich bin eine scheiß tochter. ich lasse niemanden an mich ran , lasse niemanden zu mir durchdringen, lasse sie an einer schutzmauer abpralle. und im herzen tut es mir so leid, das ich meinen eltern keine liebe und zuneigung zeigen kann, dass ich so kalt zu ihnen bin und sie immer nur anzicken. ich will das eigentlich nciht , aber ich kann nicht anders. wenn ich mich ihnen gegenüber öffnen würde, würde sie zu viel schmerz und verletztlichkeit sehen, würden den schmerz denen , den ich seit 11 jahre mit mir rumtrage und die unbeantworteten fragen. meine leere seele. Mama und Papa, es tut mir so unglaublich leid. ich liebe euch über alles und es tut mir so leid, dass ich so eine schlechte tochter bin , bitte verzeiht mir. ich gebe wirklich mein bestes.
und die nächsten tränen rollen über meine wangen.

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